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              <text>Institut für Gerichtliche Medizin					 Wien, am 25.7.1945&#13;
der Universität Wien							 IX/71, Sensengasse 2&#13;
Vorstand: Prof. Dr. Fritz Reuter&#13;
[...]&#13;
&#13;
Gutachten:&#13;
&#13;
Leiche Nr. I wurde auf Grund der bei ihr vorgefundenen Dokumente eindeutig als die des Dr. Rudolf Pevny agnosziert.&#13;
&#13;
Dr. Rudolf Pevny ist offenbar infolge Herzkranzschlagaderverkalkung, Herzerweiterung und Fettdurchwachsung des Herzfleisches an Herzlähmung eines natürlichen Todes gestorben.&#13;
&#13;
Die Leichenöffnung ergab überdies einen beträchtlichen Schwund des Unterhautfettgewebes sowie auch des Fettgewebes an den inneren Organen, sodass mit Berechtigung anzunehmen ist, dass bei Dr. Rudolf Pevny eine beträchtliche Unterernährung vorlag und dass im Zusammenhang mit den festgestellten krankhaften Veränderungen des Herzens der Tod an Erschöpfung eingetre¬ten ist. Dass Dr. Rudolf Pevny tatsächlich herzkrank war, ist auf Grund der bei ihm vorgefunde¬nen Herzmittel – wie Cardiazol und Digipurat – mit Sicherheit anzunehmen. Außer einer kleinhandflächengroßen blutigen Durchtränkung des Unterhautzellgewebes in der rechten Rückenhälfte, die durch Einwirkung einer stumpfen Gewalt – z. B. durch Schlag oder Hinstürzen auf den Boden – entstanden sein kann, zeigte die Leiche keinerlei Verletzungsspuren. Durch das lange Liegen im Erdgrab war überdies ein beträchtlicher Flüssigkeitsverlust an der Leiche festzustellen.&#13;
&#13;
Prof. Breitenecker, Ass[istent]. am Inst[itut] (Unterschrift)	 &#13;
Doz. Wink¬ler, Ass. a. Inst. (Unterschrift)&#13;
&#13;
Gesehen:&#13;
Prof. Reuter, Vorstand d. Inst. (Unterschrift)&#13;
&#13;
&#13;
[...]&#13;
&#13;
&#13;
Sektionsprotokoll&#13;
aufgenommen vom Landesgericht Wien, Geschäftsbereich Strafsachen&#13;
am 19. Juli 1945&#13;
&#13;
Gegenstand&#13;
ist die gerichtliche Beschau und Eröffnung der Leiche des Dr. Rudolf Pevny.&#13;
&#13;
Gegenwärtig:&#13;
&#13;
 &#13;
von Seite des Gerichts:&#13;
der Untersuchungsrichter:&#13;
OLGR Dr. Schulz&#13;
der beeidete Schriftführer:&#13;
Felkl &#13;
von Seiten der Staatsanwaltschaft:&#13;
der Staatsanwalt:&#13;
StA Dr. Lassmann&#13;
 &#13;
die Sachverständigen:&#13;
Doz. Dr. Winkler&#13;
Prof. Dr. Breitenecker&#13;
&#13;
als Gerichtszeugen:&#13;
[...] &#13;
&#13;
Die gerichtliche Beschau und Eröffnung einer Leiche [...] wurde über Antrag der Staatsanwaltschaft beim Landesgericht Wien [...] vom [...] Staatsanwalt angeordnet.&#13;
&#13;
[...] Die Identität der Leiche erscheint mit Rücksicht darauf, dass selbe mit Anzeige des Polizeiamtes [...] überbracht wurde, festgestellt.&#13;
[...] Sohin wird zur Besichtigung der Leiche geschritten und gefunden:&#13;
&#13;
Leiche: Dr. Rudolf Pevny&#13;
&#13;
1. Männliche Leiche, 162 cm lang, von mäßig kräftigem Knochenbau, mäßiger Muskelbildung, hochgradig abgemagert, das Unterhautzellgewebe überall bis auf Spuren geschwunden.&#13;
2. Die Haut überall bereits schmutzig grünlich verfärbt, die Oberhaut fast überall fehlend, die frei vorliegende Lederhaut braun-rot vertrocknet, am Rücken sind nur mehr in der Gegend des Kreuzbeines verwaschene schmutzig-bläuliche Totenflecke zu erkennen.&#13;
3. Die Gelenke sind schlaff.&#13;
4. Von Händen und Füßen sind zum Teil die gelenkigen Verbindungen durch Fäulnis und Erweichung voneinander gelöst.&#13;
 &#13;
5. Im Bereiche des Kopfes sind nur stellenweise Reste der Schädelschwarte vorhanden. Diese tragen bis 3 cm lange graumelierte Haare, diese Schädelschwartenstücke sind schmutzig-grünlich verfärbt und faul. Im Bereiche des knöchernen Schädels sind keinerlei Verletzungen nach¬zuweisen.&#13;
6. Die Augäpfel sind durch Fäulnis in eine schmutzig bräunliche Masse umgewandelt, die Weichteile des Gesichtes sind durch Fäulnis zerstört, nur mehr in Form einzelner schmutzig-grünlich verfärbter Muskelreste nachzuweisen; auch am knöchernen Gesichtsschädel sind Verletzungen nirgends feststellbar.&#13;
7. Die Halshaut schmutzig-grünlich verfärbt, faul, zeigt aber nirgends Verletzungen oder blutige Durchtränkung.&#13;
8. Der Brustkorb länglich, nur mäßig gewölbt.&#13;
9. Am Rücken und zwar re[chts] von der Wirbelsäule im Bereiche der oberen Brusthälfte findet sich eine Kleinhandflächengroße blutige Durchtränkung des Unterhautzellgewebes und weiters auch der Zwischenrippenmuskulatur. Die Rippen selbst weisen aber keinerlei Verletzungen auf.&#13;
10. Der Bauch in Brustebene.&#13;
11. Die Geschlechtsteile erscheinen geschrumpft, die Schambehaarung ist dunkelblond, u[nd] z[um] T[eil] graumeliert. Der After durch Fäulnisgase vorgetrieben.&#13;
12. An den Unterschenkeln ist die Muskulatur schmutzig-grünlich verfärbt und erweicht, die Muskulatur schmutzig-grünlich verfärbt und erweicht, die Muskulatur der Oberschenkel ist auffallend schwach und zwischen den einzelnen Muskelzügen ist nirgends Fettgewebe nach-zuweisen.&#13;
13. Außer der bereits beschriebenen Blutunterlaufung in der re[chten] Rückenhälfte sind äußerlich an der Leiche keinerlei Verletzungsspuren oder Auffälligkeiten nachzuweisen.&#13;
Innerlich:&#13;
14. Wie bereits äußerl[ich] beschrieben ist der knöcherne Schädel vollst[ändig] unverletzt, das Schädeldach eiförmig, mitteldick, die harte Hirnhaut schmutzig-grünlich und schmutzig-rötlich verfärbt, lässt sich leicht vom Knochen abziehen. Die weichen Hirnhäute und das Gehirn stellen eine grünlich stinkende zerfließliche Masse dar, in der auffallend braunrötliche Verfärbungen nicht nach¬zuweisen sind.&#13;
15. Rachen und Kehlkopf sind frei, die Schleimhaut schmutzig-grünlich verfärbt, das Zungenbein und das Kehlkopfgerüst unverletzt auch in den Weichteilen des Halses sind bei der schichtweisen Präparation Blutungen oder Verletzungen nicht nachweisbar.&#13;
16. Die Gaumenmandeln klein, zerklüftet, ohne Eiterpfröpfe.&#13;
17. Die Schilddrüse klein, grobkörnig, schmutzig-rot.&#13;
18. Beide Lungen frei, sie sind zurückgesunken, gewebsarm, schmutzig-grün, verfärbt, faul, lufthältig, trocken.&#13;
19. Das Herz ist verkleinert, das Fettgewebe unter der Herzaußenhaut restlos geschwunden, die Herzhöhlen stellen schlaffe Säcke dar, sie sind ausgeweitet, die Muskelbälkchen abgeflacht, die Kammerwände verdünnt, das Herzfleisch erscheint schmutzig-braun, zähe, auf Flachschnitten finden sich einzelne schmutzig-gelbliche Stippchen, die Klappen sind zart und schlussfähig, die Herzkranzschlagadern zeigen mäss[ig] reichlich gelbfleckige Einlagerungen, die gr[oße] Körperschlaga¬der zeigt nur ganz vereinzelt gelbliche Fleckchen.&#13;
20. Die Leber klein, scharfrandig, schmutzig-braun und schmutzig-grün, die Zeichnung ver-waschen.&#13;
21. Die Milz klein, schmutzig-grün, zerfließlich, faul.&#13;
22. Die Nebennieren durch Fäulnis vollständig erweicht.&#13;
 &#13;
23. Die Nieren klein, die Kapsel leicht anziehbar, das Fettgewebe überall restlos geschwunden, die Nierenrinde etwas unregelmäßig verschmälert, das Gewebe erscheint schmutzig-braun, die Zeichnung verwaschen.&#13;
24. Die Harnwegefrei, die Blase ist leer, die Schleimhaut schmutzig-rötlich.&#13;
25. Der Magen vollst[ändig] leer, die Schleimhaut schmutzig-grünlich.&#13;
26. Im Dünn- und Dickdarm nur ganz wenig gelblicher Inhalt, die Schleimhaut schmutzig-grünlich.&#13;
27. Die Bauchspeicheldrüse schmutzig-rötlich, faul.&#13;
28. Eine Lunge wird zur Untersuchung auf Fettschwemmung in die Lungenschlagaderästchen in das Institut für gerichtl[iche] Medizin mitgeführt. Bei der Untersuchung ist eine Fetteinschwemmung nicht nachzuweisen.&#13;
&#13;
&#13;
g. u. g.&#13;
&#13;
[Unterschrift unleserlich]&#13;
[Unterschrift unleserlich]&#13;
[Unterschrift unleserlich]</text>
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                <text>Sektionsprotokoll (19.7.1945) und Gutachten (25.7.1945) Rudolf Pevny</text>
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                <text>Die Staatsanwaltschaft Wien ordnete im Zuge der Vorermittlungen in der Strafsache Engerau einen Lokalaugenschein mit Exhumierung von in einem Massengrab an der Straße zwischen Wolfsthal und Hainburg an. Dabei wurden 10 Tote identifiziert und gerichtsärztliche Gutachten über den Zustand der Leichen angefertigt. Bei einer der Leichen handelte es sich um Dr. Rudolf Pevny.</text>
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                <text>WStLA, LG Wien Vg 2b Vr 564/45, 1. Engerau-Prozess, 1. Band, Seite 140 - 142</text>
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              <text>Institut für Gerichtliche Medizin					Wien, am 25. 7. 1945&#13;
der Universität Wien							IX/71, Sensengasse 2&#13;
Vorstand: Prof. Dr. Fritz Reuter&#13;
[...]&#13;
&#13;
&#13;
Zusammenfassendes Gutachten:&#13;
&#13;
I. Die südöstlich der Reichsstraße zwischen km 46 und 47 auf freiem Felde ausgegrabenen 10 Leichen, konnten ausnahmslos durch die bei ihnen vorgefundenen Dokumente agnosziert werden.&#13;
Es sind dies die Leichen&#13;
Nr. 1 Dr. Rudolf Pevny,&#13;
Nr. 2 Arnold Herz,&#13;
Nr. 3 Ernö Lendler,&#13;
Nr. 4 Alfred Sreiner [richtig: Steiner],&#13;
Nr. 5 Isidor Lehner,&#13;
Nr. 6 Elemer Hartslein,&#13;
Nr. 7 Laszlo Szekely,&#13;
Nr. 8 Jakob Klein,&#13;
Nr. 9 Kalman Grohsz,&#13;
Nr. 10 Tibor Gold.&#13;
&#13;
II. Die Leichen lagen mehr als 1m tief in festem Erdreich in mehreren Lagen, wobei die oberen Schichten Kopf gegen Fuß in nordsüdlicher Richtung meist am Rücken nebeneinander lagen, während in den unteren Schichten die Leichen sich vielfach z. T. überkreuzt z. T. in der Bauch-lage befanden.&#13;
&#13;
III. Alle Leichen waren durch Fäulnis und Verwesungsvorgänge hochgradig verändert. Es war allgemeiner Wasserverlust eingetreten, wodurch das gewiss schon vorher reduzierte Unterhautfett¬gewebe noch schmäler geworden war, die Muskulatur war schlaff, sodass über ihren Entwick¬lungszustand nichts Näheres ausgesagt werden kann. In der Haut fand sich bereits beginnende Fettwachsbildung, die Eingeweide waren schlaff, faul, flüssigkeitsarm, meist grünlich verfärbt und klein. Auch hier kann über den Zustand der Eingeweide nichts Näheres angegeben werden, da ein Großteil des Erscheinungsbildes auf die Fäulnis- und Verwesungsvorgänge zurückzuführen ist.&#13;
&#13;
Auffallend krankhafte Veränderungen fanden sich nur bei der Leiche 1 des Dr. Rudolf Pevny. Wie weit bei den anderen 9 Leichen solche krankhaften Veränderungen bestanden, konnte an den stark verwesten Leichen nicht mehr festgestellt werden.&#13;
&#13;
 &#13;
IV. Nach den aufgefundenen krankhaften Veränderungen muss angenommen werden, dass Dr. Rudolf Pevny infolge der krankhaften Veränderungen des Herzens an Herzlähmung eines natürlichen Todes gestorben ist, wobei die Strapazen den Eintritt des Todes begünstigt haben können.&#13;
&#13;
V. Bei den Leichen 2-10 konnte ein gewaltsamer Tod durch Erschießen festgestellt werden.&#13;
Die Leichen Arnold Herz, Alfred Steiner, Isidor Lehner, Laszlo Szekely und Tibor Gold wiesen [einen] Kopfdurchschuss auf. Die Leichen Ernö Lendler, Elemer Hartslein, Jakob Klein und Kalman Grohsz wiesen Halsdurchschüsse auf, wobei bei den Leichen 6, 8 und 9 der Schuss gegen den aufgestellten Mantelkragen entweder mit angesetzter Mündung oder aus unmittelbarer Nähe abgefeuert worden ist, da sich hier am Stoff Pulverreste chemisch nachweisen ließen.&#13;
&#13;
VI. Die Verletzungen waren derart, dass mit dem Eintritt des Todes kurz nach Erhalt des Schus¬ses in allen Fällen gerechnet werden kann.&#13;
&#13;
&#13;
Prof. Dr. H. Winkler (Unterschrift)			 Dozent Dr. L. Breitenecker (Unterschrift)&#13;
Assistent 								 		 Assistent&#13;
&#13;
Gesehen:&#13;
Prof. Dr. Fritz Reuter (Unterschrift), &#13;
Vorstand d. Institutes</text>
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                <text>Die Staatsanwaltschaft Wien ordnete im Zuge der Vorermittlungen in der Strafsache Engerau einen Lokalaugenschein mit Exhumierung von in einem Massengrab an der Straße zwischen Wolfsthal und Hainburg an. Dabei wurden 10 Tote identifiziert und gerichtsärztliche Gutachten über den Zustand der Leichen angefertigt.</text>
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              <text>Protokoll&#13;
&#13;
&#13;
aufgenommen mit dem Gendarm Karl Brandstetter des Gendarmeriepostens Hainburg a[n] d[er] D[onau], Hainburg, Hauptplatz 13 wohnhaft, gibt dem Ausforschungsbeamten Revierinspektor Lutschinger folgendes an:&#13;
&#13;
Im März 1945 gehörte ich als Hauptwachtmeister [...] der Wasserschutzpolizeistation Engerau an. Am 29. März 1945 (Gründonnerstag) übersiedelte ich mit meinen Möbeln von Engerau, Mozartgasse 20, nach Hainburg, Kriemhildengasse 15, zu Verwandten meiner Frau, da der Einmarsch der Russen ja nur mehr eine Frage von wenigen Tagen war. Ich blieb die Nacht vom Gründonnerstag auf Karfreitag (29. bis 30. März 1945) in Hainburg. Ich hörte, da die Wohnung ziemlich weit abseits der Hauptstraße liegt, weder Schüsse noch irgendwelche Hilferufe. Am 30. März 1945 musste ich um 8:00 Uhr meinen Dienst in Engerau im Geschäftszimmer der Wasserschutzpolizeistation Engerau antreten. Als ich um ca. 6:30 Uhr zum Bahnhof kam, wurde bekannt gegeben, dass der Zug aus Wien in Richtung Engerau unbestimmte Zeit Verspätung habe. Ich begab mich nun zum Hauptplatz, da ich wusste, dass das Milchauto täglich um 7 Uhr von Hainburg nach Engerau fährt. Am Hauptplatz traf ich den Hilfszollassistenten Johann Steller aus Hainburg, welcher ebenfalls in Engerau seinen Dienst versah. Als wir uns begrüßten, kam das Fuhrwerk des Czernahorsky aus der Richtung Deutsch Altenburg. Die Ladung war sehr niedrig und mit einer Plache zugedeckt, das Fuhrwerk wurde von [...] Franz Rosenits [von] der Gemeindepolizei Hainburg begleitet. Steller frug Rosenits, ob das die Leichen der erschossenen Juden von heute Nacht sind. Herr Rosenits bejahte die Frage des Steller und sagte, es sind drei erschossene Juden. Weiters sagte noch Herr Rosenits, die SA braucht noch in letzter Minute solch ein Stück aufführen, wenn die Russen kommen, heißt es dann, das hätte die Polizei getan. Inzwischen kam das Milchauto des Zehetgruber, welches nach Engerau fuhr. Steller und ich bestiegen nun das Auto und fuhren in Richtung Engerau. Als wir ca. ½ km fuhren, sahen wir auf der linken Straßenseite, meist durch Genickschuss erschossene Juden liegen.&#13;
Von Hainburg bis Wolfsthal sahen wir nur auf der linken Straßenseite erschossene Juden liegen. Von Wolfsthal bis Engerau, lagen auf beiden Straßenseiten erschossene Juden. An manchen Stellen betrug der Abstand der Leichen nur 10 bis 15 Schritte. Die meisten Juden wurden durch Kopfschüsse getötet, weil man bei den meisten Leichen Blut im Gesicht sah. Es handelte sich durchwegs um Juden, da man auf der Kleidung deutlich den Judenstern sehen konnte. Ich zählte auf der linken Straßenseite auf der Strecke von Hainburg bis Engerau 23 erschossene Juden. Steller zählte auf der rechten Straßenseite derselben Strecke 15 erschossene Juden.&#13;
Als ich auf die Dienststelle kam und mit meinen Kameraden über vorangeführten Vorfall sprach, erzählten diese mir, dass es hier in Engerau noch viel mehr gegeben habe. Die politischen Leiter dürften angetrunken gewesen sein und ein wahres Blutbad unter den Juden angerichtet haben.&#13;
Der Polizeireservist Johann Hartl geb. 1903, in Wien wohnhaft, nähere Adresse ist mir nicht bekannt, und ich gingen in das Gasthaus Leberfinger in Engerau, um dort einen warmen Kaffee zu trinken. Die Wirtin, Frau Leberfinger sagte zu uns, heute bekommt ihr noch etwas, aber morgen nicht mehr. Denn erstens sind die meisten Angestellten evakuiert worden und zweitens bleibe sie nicht länger in dieser Leichenkammer. Frau Leberfinger sagte uns nun, dass in ihrem Haus 13 erschossene Juden liegen. Wir ersuchten sie nun uns die Leichen zu zeigen, was Frau Leberfinger mit der Bemerkung ablehnte, sie könne so etwas Grauenvolles kein zweites Mal ansehen. Sie sagte uns, wir sollen uns die Leichen alleine besichtigen. Wir gingen nun in das ehemalige Stallgebäude, wo sich das Lager für die Juden befand. Dort lagen Habseligkeiten der Juden verstreut umher. Im Hintergrund sahen wir schon einige Leichen liegen. Die Leichen hatten Kopfschüsse und lagen in einer Blutlache. Sämtliche Leichen trugen den Judenstern. Im Hofraum lag auf einer Pritsche eine Leiche, die mehrere Schüsse, teils im Kopf, teils in der Brust aufwies. Diese Leiche war nur mit einem Hemd und einer langen Stoffhose bekleidet. Auch in der Nähe der Latrine, die im Hofe war und eigens für die Juden bestimmt war, lagen zwei der drei Leichen, ebenfalls durch Kopfschüsse getötet. Der Anblick der Leichen war grauenhaft. Wir gingen noch im Hofe umher und sprachen dann mit der Gastwirtin, wie sich die Ermordung zugetragen hat. Frau Leberfinger erzählte uns nun, dass am 29. März 1945 (Gründonnerstag) um ca. 22 Uhr die politischen Leiter die Juden zum Abmarsch antreten ließen. Es meldeten sich eben diese 13 Juden, dass sie krank seien und nicht marschieren können. Darauf sagten die politischen Leiter diese 13 Juden werden später abgeholt werden. Als nun die marschfähigen Juden aus dem Hause marschierten, kamen schon einige politisch Leiter oder SA-Männer, die Uniformen kenne ich nicht so genau, zum Tor herein, gingen in das Stallgebäude, wo sich die nicht marschfähigen Juden befanden, und in wenigen Minuten hörten wir schon eine wilde Schießerei sowie verzweifelte Hilferufe. Ich konnte dies nicht anhören und lief in das Haus zurück. &#13;
Weiter Angaben konnte Frau Leberfinger nicht machen.&#13;
Ich selbst wohnte in Engerau, Mozartgasse 20. In nächster Nähe, und zwar in der Richthofenstraße war in der ehemaligen Milchhandlung Ajpek ein Judenlager untergebracht. Ich selbst habe gesehen wie Juden, die infolge der schlechten und menschenunwürdigen Behandlung den Erfrierungstod gefunden hatten durch Fuhrwerke weggeschafft wurden. Im Monat Februar lag ein erfrorener Jude im Hofe und diese Leiche wurde auf den Misthaufen geworfen, wo sie 3 Tage liegen blieb.&#13;
Weitere Angaben kann ich nicht machen.&#13;
&#13;
Hainburg, den 13. Juli 1945&#13;
&#13;
Johann Lutschinger					Brandstetter&#13;
Revierinspektor						Gendarm</text>
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                <text>Der Rayonsinspektor Johann Lutschinger führte im Auftrag der Staatsanwaltschaft Wien im Zuge der Vorermittlungen zum 1. Engerau-Prozess in Engerau, Wolfsthal, Hainburg und Bad Deutsch-Altenburg Zeugenbefragungen durch und fertigte Protokolle davon an.</text>
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                <text>WStLA, LG Wien Vg 2b Vr 564/45, 1. Engerau-Prozess, 1. Band</text>
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              <text>Protokoll&#13;
&#13;
aufgenommen mit dem Schneidermeister Johann Steller, Hainburg, Landstraße 2a wohnhaft, gibt dem Gendarm Karl Brandstetter und dem Hilfsgendarm Friedrich Deutsch des Gend[armerie]-Postens Hainburg, folgendes an:&#13;
&#13;
Ich war als Hilfszollassistent des Bezirkszollkommissariates Berg der Aufsichtsstelle Engerau, Elysium 3, zugeteilt. Die Nacht vom Gründonnerstag zum Karfreitag hatte ich dienstfrei und schlief zu Hause in Hainburg bei meiner Familie. In der Nacht vom 29. zum 30. März 1945 (Gründonnerstag zum Karfreitag) hörte ich gegen 3 Uhr früh mehrere Schüsse. Ich sah sofort zum Fenster hinaus, welches im 1. Stockwerk an der Reichsstraße liegt. Dort sah ich wie ein Mann, vermutlich durch Erschöpfung auf der Straße saß und von 2 SA-Männern zum Aufstehen gezwungen wurde. Ich hörte noch, wie der eine SA-Mann sagte „Na willst?“, worauf der Mann mit ziemlich erschöpfter Stimme antwortete, „ja, ja“. Im selben Augenblicke gab der eine SA-Mann zwei Schüsse gegen den auf der Straße sitzenden Mann ab, worauf dieser sofort auf die Erde fiel. Der zweite SA-Mann sagte dann: „Er ist es schon, geh ma“. Die SA-Männer gingen mit schnellen Schritten in Richtung Deutsch-Altenburg weiter. Nach ca. 10 bis 15 Minuten hörte ich aus der Richtung Deutsch-Altenburg noch mehrere Schüsse.&#13;
Ich musste am 30. März 1945 (Karfreitag) meinen Dienst in Engerau antreten. Als ich um ca. 6:30 Uhr zum Bahnhof kam, wurde bekanntgegeben, dass der Zug aus Wien in Richtung Engerau unbestimmte Zeit Verspätung habe. Ich begab mich nun zum Hauptplatz um mit dem Milchauto, welches täglich um 7 Uhr von Hainburg nach Engerau fährt, mitzufahren. Dort traf ich den Hauptwachtmeister der Wasserschutzpolizei Karl Brandstetter, welcher ebenfalls in Engerau Dienst versah und auf dieselbe Fahrgelegenheit wartete. Als wir uns begrüßten, kam der Spediteur Czernohorsky mit seinem Pferdefuhrwerk aus der Richtung Deutsch Altenburg daher, die Ladung war sehr niedrig und mit einer Plache zugedeckt, weiters wurde das Fuhrwerk von dem Meister der Schutzpolizei Franz Rosenits von der Schutzpolizeiabteilung Hainburg begleitet. Ich selbst fragte, ob das die Leichen der erschossenen Juden sind von heute Nacht. Herr Rosenits bejahte die Frage und sagte, es sind drei erschossene Juden. Weiters sagte Herr Rosenits, die SA braucht noch in der letzten Minute solch ein Stück aufführen, wenn die Russen kommen, heißt es dann, das hätte die Polizei getan.&#13;
Brandstetter und ich fuhren nun mit dem Milchauto des Zehetgruber von Hainburg nach Engerau. Als wir ca. ½ km fuhren, sahen wir auf der linken Straßenseite, meist durch Genickschuss erschossene Juden liegen.&#13;
Von Hainburg bis Wolfsthal sahen wir nur auf der linken Straßenseite erschossene Juden liegen. Von Wolfsthal bis Engerau lagen auf beiden Straßenseiten erschossene Juden. An manchen Stellen betrug der Abstand der Leichen nur zehn bis fünfzehn Schritte. Die meisten wurden durch Kopfschüsse getötet, weil man bei den meisten Leichen Blut im Gesichte sah. Es handelte sich durchwegs um Juden, da man auf der Kleidung deutlich den Judenstern erkennen konnte. Brandstetter zählte auf der Strecke von Hainburg bis Engerau auf der linken Straßenseite 23 und ich auf der rechten Straßenseite der gleichen Strecke 15 erschossene Juden.&#13;
Weitere Angaben kann ich nicht machen.&#13;
&#13;
Hainburg, den 13. Juli 1945&#13;
&#13;
Johann Steller&#13;
&#13;
Die Vernehmenden: 	Brandstetter Gendarm&#13;
Deutsch Hilfsgendarm</text>
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                <text>Der Rayonsinspektor Johann Lutschinger führte im Auftrag der Staatsanwaltschaft Wien im Zuge der Vorermittlungen zum 1. Engerau-Prozess mit Unterstützungen von örtlichen Gendarmen in Engerau, Wolfsthal, Hainburg und Bad Deutsch-Altenburg Zeugenbefragungen durch und fertigte Protokolle davon an.</text>
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              <text>&#13;
Protokoll&#13;
&#13;
aufgenommen mit [dem] Mechanikergehilfen Florian Zelenka, Wolfsthal Reichsstraße Nr. 11 wohnhaft, gibt dem Revierinspektor Johann Lutschinger und Hilfsgendarm Friedrich Deutsch des Postens Hainburg an:&#13;
&#13;
„Ich bin seit dem Jahre 1944 im Leichtmetallwerk Bernhard Berghaus in Berg beschäftigt gewesen, und zwar bis zum Einmarsch der Russen. Jeden Tag fuhr ich mit meinem Fahrrad von Wolfsthal die Bezirksstraße entlang zur Arbeitsstätte. So auch am 30. März 1945 um 7 Uhr 30 Min. Zirka 200 Schritte von Wolfsthal entfernt sah ich einen toten Juden quer über der Straße liegen. Am Straßengeländer hing ein grüner Mantel. Bis zur Bahnstation Berg habe ich teils auf der Straße, teils im Straßengraben 15 tote Juden liegen gesehen. Manche Leichen lagen am Rücken und andere wieder am Bauch. Die am Rücken liegenden Leichen trugen den Judenstern. Gegen 7 Uhr traf ich an meiner Arbeitsstätte ein und von meinen Arbeitskameraden wurde mir mitgeteilt, dass in der vergangenen Nacht die Juden aus den Lagern in Engerau hinausgetrieben und sehr viele gleich erschossen wurden. Nun teilte auch ich meinen Kameraden meine Wahrnehmungen mit, worauf mir der in Engerau wohnhafte Hilfsmagazineur Ludwig Modry erwiderte ‚dies sei noch gar nichts, das musst dir erst in Engerau anschauen, wie es dort aussieht.‘ Gegen 10 Uhr 30 Min[uten] vormittags war Fliegeralarm und ich fuhr mit Modry nach Engerau und musste tatsächlich feststellen, dass es viel ärger war, wie auf der Straße. An der Planke der Semperitwerke und auf der vorbeiführenden Straße sowie am Feldweg der Reichsstraße lagen sehr viele jüdische Leichen. Die meisten waren blutig und fürchterlich zugerichtet. Viele bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Wieviele Leichen es waren, kann ich nicht sagen. Nach dem Alarm fuhren Modry und ich wieder in die Fabrik zurück. Meinen Arbeitskameraden gegenüber verurteilte ich diese Schandtaten und bemerkte, dass sich dies einmal bitter rächen werde. Ebenso sagte ich ihnen, so etwas nennt sich ‚deutsche Kultur‘. Alle Kameraden stimmten mir bei und waren über die Erschießungen äußerst erregt. Als ich am Abend nach Hause kam, fragte mich gleich meine Gattin ob ich schon von den Erschießungen der Juden in der vergangenen Nacht gehört habe, worauf ich ihr antwortete, dass ich nicht nur gehört, sondern sogar gesehen habe, was die Nazi verbrochen [haben]. Erwähnen will ich noch, dass mir Imker Alois Indra, Wolfsthal Nr. 39 wohnhaft, mitteilte, beim Kriegerdenkmal in Wolfsthal sei am 28. 4. 1945 vormittags ein toter Jude gelegen und ein Erschöpfter neben ihm gesessen. Mehr kann ich nicht angeben."&#13;
&#13;
Wolfsthal, am 13. 7. 1945&#13;
&#13;
Johann Lutschinger&#13;
Zelenka Florian&#13;
Rev. Inspektor</text>
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                <text>Vernehmungsprotokoll dem Mechanikergehilfen Florian Zelenka durch Rayonsinspektor Johann Lutschinger und Hilfsgendarm Friedrich Deutsch</text>
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                <text>Der Rayonsinspektor Johann Lutschinger führte im Auftrag der Staatsanwaltschaft Wien im Zuge der Vorermittlungen zum 1. Engerau-Prozess mit Unterstützungen von örtlichen Gendarmen in Engerau, Wolfsthal, Hainburg und Bad Deutsch-Altenburg Zeugenbefragungen durch und fertigte Protokolle davon an.</text>
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                <text>WStLA, LG Wien Vg 2b Vr 564/45, 1. Engerau-Prozess, 1. Band</text>
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              <text>Staatspolizei beim Politleiter für den III. Bezirk&#13;
&#13;
Wien, am 15. Mai 1945&#13;
&#13;
Anzeige gegen: Angehörige der SA im Judenlager Engerau&#13;
&#13;
Personalien des Anzeigers: (nachzuweisen durch Legitimation)&#13;
Name: Rudolf Kronberger		&#13;
geb. am 22. 3. 1905&#13;
in: Ferschnitz Bez. Melk		&#13;
Religion: r. k.&#13;
verh.					&#13;
zuständig nach: Wien&#13;
Beruf: Fleischhauer &amp; Selcher	&#13;
beschäftigt bei: /&#13;
Mitglied der NSDAP seit: Herbst 1938	&#13;
Funktionen bei der NSDAP:	SA-Scharführer&#13;
wohnhaft in: Wien III., Adamsgasse 9/8&#13;
&#13;
Grund der Anzeige:&#13;
Ich war vom Herbst 1944 bis 29. April 1945 [richtig = 29. März ]im Judenlager Engerau als SA-Scharführer in besonderer Verwendung. Während dieser Zeit habe ich folgendes beobachtet:&#13;
Als die SA das Judenlager in Engerau errichtete, wurden ca. 2000 Juden (ungarische) in das genannte Lager aufgenommen. An den Juden wurden folgende Gewalttaten verübt: Anlässlich des Abmarsches Ende April 1945 [richtig = 29. März ] aus dem Lager in der Richtung nach Deutsch Altenburg wurde ich als Wegführer bestimmt und ging an der Spitze des Zuges. Hinter mir fand eine wüste Schießerei statt bei der 102 Juden den Tod fanden.&#13;
An dieser Erschießung nahmen teil:&#13;
SA-Sturmführer Falkner&#13;
SA-Truppführer Neunteufel Wilhelm, Wien V., Zentagasse 3 (Ecke Johng.)&#13;
Marine-SA-Mann Acher&#13;
SA-Oberscharführer Karkofsky [richtig = Kacovsky]&#13;
Ich war selbst Zeuge dieser grundlosen Erschießungen und werde mich zwecks Ausfindungsmachung noch persönlich bemühen und das von mir gefundene Anschriftenmaterial bekannt geben. Die besondere Aufmerksamkeit möchte ich auf den Neunteufel Wilhelm lenken, welcher derzeit für die Rote Armee und die KPÖ arbeitet im 5. Bezirk. Die KPÖ des 5. Bezirkes hat dem Neunteufel, der sein ursprüngliches Geschäft durch Bombenschaden verloren hatte, in der Nähe seiner Wohnung ein neues Geschäft eingerichtet.&#13;
&#13;
Von mir: [unleserlich]					g.g.g. Kronberger Rudolf&#13;
&#13;
handschriftlich: Den Russen zur Erledigung übergeben [Unterschrift unleserlich]</text>
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                <text>Anzeige von Rudolf Kronberger betr. Erschießungen beim „Todesmarsch“ von Engerau nach Bad Deutsch-Altenburg </text>
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                <text>Der ehemalige SA-Mann Rudolf Kronberger war im Lager Engerau Angehöriger der Wachmannschaft. Beim „Todesmarsch“ von Engerau nach Bad Deutsch-Altenburg beobachtete er Erschießungen von ungarischen Juden und brachte dies der „Staatspolizei beim Politleiter des III. Bezirks“ zur Anzeige. Dabei nannte er Namen von an den Verbrechen beteiligten SA-Männern.</text>
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                <text>WStLA, LG Wien Vg 2b Vr 564/45, 1. Engerau-Prozess (Gerichtsakt)</text>
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                <text>Anzeige von Rudolf Kronberger betr. Erschießungen beim „Todesmarsch“ von Engerau nach Bad Deutsch-Altenburg (1. Seite)</text>
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                <text>Der ehemalige SA-Mann Rudolf Kronberger war im Lager Engerau Angehöriger der Wachmannschaft. Beim „Todesmarsch“ von Engerau nach Bad Deutsch-Altenburg beobachtete er Erschießungen von ungarischen Juden und brachte dies der „Staatspolizei beim Politleiter des III. Bezirks“ zur Anzeige. Dabei nannte er Namen von an den Verbrechen beteiligten SA-Männern.</text>
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                <text>Adalékok a Trianoni határ megállapításához vas vármegyében</text>
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                <text>Grenzziehung 1921</text>
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                <text>Suba János</text>
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                <text>Vasi Szemle, 3, 2000</text>
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                <text>Magyar</text>
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